Tag 1: läuft besser als gedacht

Kurzer Rückblick:

Die erste Zigarette habe ich mit zehn Jahren gepafft. Was damals als aufregend, da verboten, begann, entwickelte sich schnell zum coolness Faktor Nummer eins. Wer spätestens jetzt nicht über Lunge geraucht hat, war ja sowas von uncool, wer garnicht geraucht hat sowieso. Von wegen früher war alles besser. Heute lässt sich meiner bescheidenen  Meinung nach ein Trend in die andere Richtung beobachten. Raucher sind uncool und Nichtraucher die klugen coolen Leute von Heute. Aber was tun wenn man in den 90ern aufgewachsen ist? Seine Eltern verklagen. Der Eine oder Andere wird jetzt vielleicht nicken, aber tatsächlich ernst gemeint war der Vorschlag natürlich nicht.

Los geht´s!

Verzichten auf die erste Zigarette am Tag: Ist kein Thema! Bin selbst überrascht und hoffe auf fortbestand dieses Gebaren. Eigentlich musste ich spätestens nach dem ersten Kaffee, aber aller spätestens beim Hund ausführen an der Fluppe ziehen.

Die zweite Kippe wäre an der Arbeitsstelle dran gewesen, hier hatte ich ein all morgentliches Ritual, nämlich vor dem Betreten des Büros noch eine dampfen, damit ich es erstmal 2-3 Stunden ohne aushalte. Als ich mich heute Morgen der Raucherecke näherte, an der ich auf dem Weg zum Eingang vorbei laufe, stieg in mir ein Verlangen nach Nikotin auf, dass ich aber überraschend leicht unterdrücken konnte, so ging ich einfach vorbei und ins Gebäude.

Ich habe schnell ein paar Tipps zur Rauchentwöhnung gegoogelt und fand ein paar hilfreiche Seiten, derer Tipps ich mich bedienen möchte: Help-EU und rauchen-abgewoehnen.info.

Die Stationen des Nikotinentzugs

Die Stationen des Nikotinentzugs

Auf letzterer Seite habe ich auch dieses, zugegebenermaßen ernüchterndes Diagramm gefunden.

Demnach benötigt der Körper ca. 15 Jahre zur kompletten “Entgiftung”, gleichermaßen ermutigend ist der linke Klimmstängel und nun weiß ich auf was ich mich kurzfristig freuen kann.

Ich schlage mich von einer zur nächsten Stunde durch, freue mich auf die Mittagspause, auf die Apotheke, auf die Nikotinkaugummis.

Der Morgen war durchwachsen, zwei harte aber kurzweilige Phasen von Verlangen, die ich mit reichlich Wasser “weggespühlt” habe. Mit reichlich Wasser meine ich 2l Vittel. Hilft nur bedingt ist aber ein Ansatz. Daraufhin habe ich beschlossen Nikotinkaugummis zu kaufen, um eine länger anhaltende physische Befriedigung zu erhalten. Mein erstes Fazit: die Kaugummis helfen um den schlimmsten “hunger” nach Zigaretten zu stillen und sind nachhaltig. Nach dem Verzehr empfinde ich eine ähnliche innere Ruhe wie nach einer Zigarette.

Zusammengefasst lässt sich sagen, ich habe den Tag gut überstanden, einige extreme Phasen die ich teilweise mit Wasser und teilweise mit Nikotinkaugummis durchgestanden habe gab es jedoch. Die oft gefürchtete leichte Reizbarkeit lässt sich leider auch schon erkennen.



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